Die Einführung des konsekutiven Masterstudiengangs
»Informationdesign« trägt dem veränderten Qualifikationsprofil
im Bereich der Gestaltung Rechnung. Die Perspektive einer europäischen
Vereinheitlichung der Hochschulabschlüsse ist für den Fachbereich
Gestaltung Anlass, in die neue Studienstruktur mit der Einführung eines
konsekutiven Masterstudiengangs einzusteigen. Dieser wird auf den neuen Bachelorstudiengang
»Kommunikationsdesign« aufbauen, und soll auch externe Studienbewerberinnen/-bewerber
ansprechen.
Ein wesentliches Element des Masterstudiengangs ist die interdisziplinäre
und interkulturelle Ausrichtung. Diese kann nur in Zusammenarbeit mit anderen
Hochschulen oder Institutionen erreicht werden. Die FHWS kooperiert bereits
erfolgreich mit der Fakultät für Design und Künste der Freien
Universität Bozen, der FH Vorarlberg und der Universität Würzburg.
Die darüber hinaus bestehenden intensiven Kontakte des Fachbereichs mit
Partnerhochschulen im europäischen und außereuropäischen Ausland
werden für den Masterstudiengang weiter ausgebaut.
Struktur des Studiengangs
Im 1. Semester beginnen die Studierenden mit der Projektarbeit (Recherche,
Struktur, Relevanz, Ziele) und setzen diese im zweiten Semester fort. Darüber
berichten sie in Master-Kolloquien, in denen es um den reflektierten Austausch
und die Förderung auf gestalterischen und wissenschaftlichen Gebieten
geht.
Das Master-Kolloquium wird von Lehrenden des Fachbereichs betreut, die Organisation
und die konzeptionelle Durchführung obliegt aber auch den Studierenden.
Weiterhin besuchen die Studierenden wöchentlich Lehrveranstaltungen und
nehmen an den regelmäßig angebotenen Gastvorlesungen des Fachbereichs
teil.
Das 3. Semester ist der Erstellung der Master-Abschlußarbeit gewidmet.
Um die Qualitätssicherung zu gewährleisten, gehört der Master-Prüfungskommission
eine/ein Hochschul- oder Akademie-Professorin/Professor an.
Ziel: Ein neues Ausbildungsmodell
Ziel des Studiums ist die Qualifizierung für die eigenständige und
wissenschaftlich fundierte Projektarbeit auf dem Gebiet der Informationsgestaltung.
Im Vordergrund steht dabei die Verbindung von zukunftsgerichteter, anwendungsbezogener
und grundlagenorientierter Forschung. Dabei sollen analytische, kreative und
gestalterische Fähigkeiten der Studierenden gefördert und fachliche,
methodische und personale Kompetenzen trainiert werden.
Schwerpunkt des Studiums ist eine kohärente Projektarbeit mit aufeinander
aufbauenden Projektphasen. In allen Studienabschnitten werden die Studierenden
durch einen Hochschullehrer intensiv betreut. Das Projekt dient neben dem
Erwerb von fachlicher, methodischer und interkultureller Kompetenz vor allem
der Entwicklung innovativer Kommunikationskonzepte und somit der Positionierung
von Gestaltern in neuen, zukunftsfähigen Berufsfeldern.
Aussicht: Ein neuer Typ »Gestalter«
Der Bedarf an hochqualifizierten Kommunikationsdesignern ist nach wie vor
sehr hoch. Vor allem im Umfeld des Information-Designs sind gut ausgebildete
Gestalter stark gesucht.
Darüber hinaus entwickeln sich seit geraumer Zeit neue, zusätzliche
Betätigungsfelder für Designer, die die bestehenden Arbeitsmarktchancen
weiter verbessern. Diese Erweiterung positioniert kommende Gestaltergenerationen
neu, da das bisherige Tätigkeitsfeld in Richtung innovativer Produktentwicklungen
verschoben wird.
Viele Designer werden künftig vom rein dienstleistenden Sektor in einen
eigenständigen,
unternehmerischen Bereich wechseln, und mit marktrelevanten »Produkten«
der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Kultur und Institutionen zuarbeiten.
Mit dem Masterstudiengang »Information-Design« verfolgt die Fachhochschule
Würzburg-Schweinfurt das Ziel, Absolventen für diese neue Entwicklung
ideal vorzubereiten.